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FLORAL IMPACT „Die Zucht der Zukunft“

Zauberhafte Geschöpfe der Natur
Die Hybris des Menschen zeigt sich besonders da, wo er massiv in die Natur eingreift. Ein Beispiel dafür ist die Gentechnik. Deshalb wendet sich die Werkreihe FLORAL IMPACT gegen die systematische Manipulation des Erbguts von Pflanzen. Denn keinem Wissenschaftler ist es gegeben, so weit in die Zukunft zu schauen, um die Folgen seiner Züchtung überblicken zu können.
In der Fotosequenz FLORAL IMPACT stellen Blüten das Leitmotiv dar. Einige erscheinen in ihrer natürlichen Umgebung, andere aber auch in einen artfremden Kontext – willkürlich und widernatürlich arrangiert. Hierdurch wirken die Blumen steril und synthetisch, vielfach aber auch hinfällig und morbide. Die surrealen Kompositionen vermitteln eine Ahnung davon, welche Konsequenzen ein gravierender Eingriff des Menschen auf die Natur haben kann. Pflanzen, die nicht mehr ihrer ureigenen Bestimmung folgen, sondern zu einem technischen Produkt geworden sind. Weitere Motive ►


Starke Argumente
Hört man den Befürwortern der Gentechnik zu, so scheinen sie nur hehre Absichten zu hegen. Sie wollen den Hunger in der Welt bekämpfen, indem sie Getreidesorten züchten, die mehr Ertrag bringen und weniger anfällig für Krankheiten sind. Das hört sich gut an. Doch welche Folgen hat das? Wie verkraften Mensch und Tier die ungewohnte Kost? Welche Auswirkungen haben genmanipulierte Pflanzen auf angrenzende konventionelle Kulturen?
Schon ohne Gentechnik sind 22% aller Pflanzen vom Aussterben bedroht. Und mit ihnen sterben zahllose Tierarten aus. Schuld daran ist ganz allein der Mensch. Eine enorme Bedrohung geht auch von eingeschleppten Pflanzenarten aus. Sie verdrängen einheimische Gewächse und schädigen die Artenvielfalt aus. Ähnliches ist von Genmutanten zu befürchten. Weitere Motive ►


Spiel ohne Gewinner
Ob schonungslose Rodung von Regenwäldern, aggressive Landwirtschaft oder genetische Manipulation – wo auch immer der Mensch der Natur seinen Stempel aufdrückt, ist der wahre Grund immer Gewinnstreben. Und der Verlierer ist jedes mal die Natur. Denn die Schäden sind in jedem Fall irreversibel.
Was bei all dem geflissentlich übersehen wird: Auch der Mensch ist ein Stück Natur. Und sägt unverdrossen an dem Ast, auf dem er sitzt. Mag sein, nicht er persönlich. Doch wir tragen die Verantwortung dafür, dass auch noch kommende Generationen auf dieser Erde leben können. Der Einsatz von nicht beherrschbaren Technologien – und dazu gehört Gentechnik ohne Zweifel – birgt ein unkalkulierbares Risiko. Weitere Motive ►


Perfektion ist nicht zu übertreffen
Die Kompositionen von FLORAL IMPACT sind von höchster Ästhetik. Dennoch hat diese Schönheit unterschwellig etwas Beklemmendes. Auch Farben von hoher Leuchtkraft täuschen nicht darüber hinweg, dass die Strukturen sich verändert haben und zerfallen. Unbewusst spüren wir, dass die Natur nicht perfektioniert werden kann.
Ihr liegt ein Jahrtausende langer Evolutionsprozess zugrunde, in dem sich jedes Pflänzchen optimal an seinen Lebensraum anpassen konnte. Wenn der Mensch hier eingreift, kann es nur zu einem Akt der Zerstörung führen. Mit welchen Folgen, wird sich möglicherweise erst in ferner Zukunft zeigen. Weitere Motive ►


Respektvoller Umgang
Aufgabe des Menschen kann es nur sein, sich für den Erhalt der Arten zu engagieren. Was auch immer die Natur hervorgebracht hat, hat seinen Sinn und Zweck. Und was auch immer der Mensch daran manipuliert, kann nicht zu einer Verbesserung führen, sondern zur Störung eines komplexen Systems. Mit seiner Werkreihe FLORAL IMPACT hat Achim Koerfer dies eindringlich visualisiert.
Nicht mit erhobenem Zeigefinger und brachialen Mitteln, sondern mit sensiblen Bildkompositionen, die gleichermaßen anziehend und berührend sind. Weitere Motive ►



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